Der schlechteste Moment für die Erklärung einer Lootregel ist direkt nach dem Drop. Soft-Reserve macht Wünsche vorher sichtbar: Spieler nennen ihre Ziele, und Offiziere organisieren die Verteilung nach einer bekannten Regel. G4 Planning hält Reservierungen und Verlauf beim jeweiligen Raid zusammen. Das verspricht weder einen bestimmten Drop noch eine automatische Vergabe im Spiel. Es bereitet eine Entscheidung vor, deren Regeln die Gilde selbst verstehen und tragen muss.
Vereinbart die Regel vor den Einstellungen
Eine Soft-Reserve drückt eine gewünschte Priorität aus. Sie ist keine Hard-Reserve und garantiert keinen Gewinn. Wollen mehrere Spieler dasselbe Stück, muss die Gilde vorher erklären, wie sie entscheidet. Klärt auch nicht reservierte Gegenstände, Charakterwechsel und späte Teilnehmer. Eine kurze verständliche Regel hilft mehr als ein langes Dokument, das niemand vor der Anmeldung liest. Das Werkzeug hält den Ablauf fest, erfindet aber nicht eure gemeinsame Vereinbarung.
Trenne Lootwünsche von der Aufstellung. Eine Anmeldung macht niemanden zum Eigentümer eines Drops, und eine Reservierung sollte nicht als garantierter Raidplatz verkauft werden. Sorge zuerst für eine klare Raid-Zusammensetzung, bevor alle ihre Ausrüstungswünsche vorbereiten. So ersetzen Vorlieben nicht versehentlich Entscheidungen über die Teilnahme. Eine benannte Person muss dafür verantwortlich bleiben, die Regel verständlich zu erklären und bei Fragen nachvollziehbar anzuwenden, statt das Ergebnis einfach dem Tool zuzuschreiben.
Prüfe Instanz und verfügbaren Katalog
Katalog und Battle.net-Import von G4 Planning sind derzeit auf WoW: Forever ausgerichtet. Kontrolliere vor der Aufforderung zur Reservierung, ob Raid und Beutetabellen verfügbar sind. Ein fehlender Eintrag oder nicht bestätigter Katalog darf nicht mit einem Versprechen vollständiger Unterstützung überspielt werden. Die WoW-Seite beschreibt den heutigen Umfang, nicht identische Spieldaten für sämtliche Retail- und Classic-Varianten. Richte eure Anleitung danach aus, was Mitglieder tatsächlich auswählen können.
Soft-Reserve gilt für unterstützte Raids, nicht für Schlachtfelder. Ein PvP-Abend verwendet keinen Raid-Reservierungsablauf. Bei BGs geht es vor allem um Gruppengröße, Anmeldung und Ersatzbank; dafür gibt es unseren Leitfaden zu wiederkehrenden Schlachtfeldern. Diese Trennung verhindert, dass Spieler nach einer Funktion suchen, die für ihren Termin nicht vorgesehen ist. Gleichzeitig bleibt die Erklärung auf die Entscheidung konzentriert, die bei dieser Veranstaltung wirklich ansteht.
Erst anmelden, dann reservieren
Der Spieler meldet sich zunächst mit seinem Charakter zum Raid an. Der geprüfte Reservierungsablauf akzeptiert anwesend, verspätet oder vielleicht; die Ersatzbank ist nicht derselbe Status. Offiziere müssen die Aufstellung vor dem Start trotzdem bestätigen. Bitte Mitglieder, Charakter und Auswahl nochmals zu prüfen. Eine Reservierung für einen Twink, der am Ende gar nicht mitkommt, erzeugt vor allem eine zusätzliche Diskussion genau dann, wenn alle eigentlich loslegen möchten.
Die erlaubte Zahl von Reservierungen ergibt sich aus der Raideinstellung. Verkünde keine allgemeingültige Anzahl für jede Gilde. Gegenstände müssen zum Katalog dieses Raids gehören, und die Auswahl muss vor der Sperre gespeichert sein. Zeige neuen Mitgliedern den Weg einmal, statt vorauszusetzen, dass „Soft-Reserve“ für alle dieselben Einzelregeln bedeutet. Der Begriff kann vertraut sein, obwohl die frühere Gilde die praktischen Details ganz anders gehandhabt hat.
Mach den Sperrzeitpunkt deutlich
G4 Planning unterstützt manuelles Sperren und eine Sperre entsprechend dem eingestellten Abstand zum Raidbeginn. Teile diese Frist zusammen mit der Lootregel mit. Vermeide unerklärte Änderungen in letzter Minute: Mitglieder sollen wissen, wann ihre Auswahl nicht mehr bearbeitbar ist, auch wenn die Entscheidung Offizieren selbstverständlich vorkommt. Prüfe den echten Status, bevor du eine weitere Änderung versprichst. Eine klare Frist gehört zu einem berechenbaren Ablauf und ist nicht nur ein technischer Schalter.
Kann jemand nicht reservieren, prüfe zuerst naheliegende Ursachen: fehlende Anmeldung, unpassender Status, Gegenstand außerhalb des Katalogs oder bereits gesperrte Reservierungen. Frage niemals im Kanal nach Battle.net-Zugangsdaten, um den Lootzugriff zu „reparieren“. Die Kontoverknüpfung folgt dem vorgesehenen Weg und unterliegt Blizzards Bedingungen. Raidorganisation ist kein Grund, private Logins herumzureichen oder anderen Mitgliedern Zugriff auf fremde Konten zu geben. Bleibt beim vorgesehenen Teilnahme- und Verknüpfungsablauf.
Verstehe +1 und dokumentiere echte Vergaben
Zu Soft-Reserve gehören die +1-Regel und ein Verlauf. +1 ist ein Bestandteil der Verteilungsübersicht, ersetzt aber keine veröffentlichte Gildenregel und überträgt im Spiel keine Gegenstände automatisch. Offiziere erfassen die Vergabe. Erkläre, wer diese Eingabe übernimmt und wie Fehler gemeldet werden. Ein brauchbarer Verlauf zeigt tatsächliche Entscheidungen, statt Absichten, Vermutungen und hastige Erinnerungen zu einer scheinbar verbindlichen Liste zusammenzumischen, die später niemand mehr sicher erklären kann.
Geht wichtige Vergaben nach dem Raid mit der zuständigen Person durch. Ziel ist, spätere Fragen ruhig beantworten zu können, nicht jeden Abend in eine Prüfung zu verwandeln. Versprich weder mathematisch perfekte Fairness noch das Ende sämtlicher Konflikte. Dokumentation macht Entscheidungen verständlicher; Vertrauen hängt auch von ihrer Erklärung ab. Eine stabile Regel und ein klarer Ansprechpartner bleiben deshalb wichtig, selbst wenn die Informationen bereits sauber und übersichtlich vorliegen.
Bezahle für Organisation, nicht für enthaltene Spieldaten
Soft-Reserve, Beutetabellen und Battle.net-Import sind vorbehaltlich Blizzards Bedingungen in allen Tarifen enthalten. Gratis bedeutet also nicht, auf Lootwerkzeuge zu verzichten. Der kostenlose Tarif begrenzt allerdings Raids und BGs gemeinsam auf zwei Termine pro Woche. Discord und Pro heben diese Wochenbegrenzung auf und ergänzen Organisation. Loot Council, Punkte und Exporte gehören zu Pro, nicht zum grundlegenden Reservieren eines Gegenstands vor einem Raid.
Prüfe vor der Entscheidung den vollständigen Tarifvergleich. Lernt die Gilde das Produkt erst kennen, beginnt mit dem Discord-Leitfaden und testet einen einfachen Raid mit vorher angekündigter Lootregel. Eine Website braucht ihr nicht. Praktisches Ziel ist, dass alle Anmeldung, mögliche Reservierungen, Sperrzeitpunkt und Ansprechpartner kennen, bevor über einen konkreten Drop diskutiert wird. Dann unterstützt das Werkzeug eure Absprachen, statt selbst zum Gegenstand vermeidbarer Missverständnisse zu werden.
Welcher Tarif passt?
Gratis kostet 0 € und erlaubt insgesamt zwei Raids oder BGs pro Woche sowie fünf WoW-Aktivitäten. Discord kostet 7,90 €/Monat oder 79 €/Jahr, Pro 12,90 €/Monat oder 129 €/Jahr. Erinnerungen, Pins und Wiederholungen beginnen bei Discord. Die Website-Option ergänzt Discord oder Pro für 4,90 €/Monat oder 49 €/Jahr: insgesamt 12,80 € beziehungsweise 17,80 €/Monat. Für Gratis ist sie nicht verfügbar. Onlinezahlung ist noch nicht freigeschaltet; kontaktiere das Team für einen kostenpflichtigen Tarif. Die Produktseite enthält die vollständige Übersicht.
Häufige Fragen
Garantiert eine Reservierung den Gegenstand?
Nein. Soft-Reserve ist keine Hard-Reserve. Die Gilde erklärt die Verteilungsregel, Offiziere dokumentieren die Vergabe.
Gibt es Loot-Reservierungen für BGs?
Nein. Der Soft-Reserve-Ablauf gilt für unterstützte Raids mit ihrem Beutekatalog, nicht für Schlachtfelder.
Weitere Leitfäden
- G4 Planning: Community-Termine direkt in Discord organisieren
- Einen WoW-Raid in Discord erstellen: Anmeldungen, Rollen und Erinnerungen
- Wardogs-Serveröffnungen mit Discord planen
- Wiederkehrende WoW-Schlachtfelder: Gruppen mit 10, 15 oder 40 Spielern
- Weniger verpasste Raids: Anmeldungen, Erinnerungen und feste Termine
- Teamplanung: Streams, Raids und Events